Silvesteransprache 2023

Liebe Pfarrgemeinde!

Am letzten Tag im Jahr wollen wir nochmal zurückblicken auf das Jahr 2023.
Das neue Jahr begann gleich sehr feierlich mit den drei Sternsingergruppen, die den Segen in die Häuser brachten. Für 2024 haben wir schon 4 Gruppen, das freut uns sehr, dass die Kinder so mit Begeisterung dabei sind und es auch viele fleißige Helfer gibt.
Der Neujahrsempfang war auch ein schöner Tag in Hl. Blut, an dem wir Danke sagten für all unsere Helfer in der Pfarrei. 130 Personen, die ehrenamtlich helfen, ein Segen für die Gemeinde. Wunderbar verköstigt wurden wir von Patrick Pöschl, begleitet von Stefan Pöschl und Benedikt von Kuepach.

Ostern im April ist der Höhepunkt im Kirchenjahr und es konnte traditionell gefeiert werden. Auch hier sind viele Helfer von Nöten z.B. für den Auf- und Abbau des Hl. Grabes, für das Osterfeuer, für die Andachten der Kinder.

Der Mai war geprägt von den Maiandachten, einer Prozession zur Burg Trausnitz und einer Lichterprozession nach Maria Bründl.
Die zwei Termine der Hl. Erstkommunion waren ebenfalls eine Bereicherung für die Gemeinde Hl. Blut und wir freuten uns mit allen Kindern, die den Leib des Herrn empfangen durften. Ein paar Kommunionkinder sind jetzt Ministranten und dies ist sehr kostbar. Danke allen Ministranten für Ihren Dienst.

Im Juni erwartete uns die Fronleichnamsprozession der Stadt und dann in Hl. Blut, die Stiftspropst Dr. Baur zusammen mit der kroatischen Gemeinde zelebrierte. Das anschließende Feuerwehrfest war ebenfalls ein Punkt im Jahresablauf, der nicht fehlen darf.
Auch die Firmvorbereitung war ein Teil unseres Gemeindelebens, die Firmung wurde dann in St. Martin gemeinsam mit den anderen Pfarreien der Stadtkirche gefeiert.

Dann war Landshuter Hochzeit und dieses schöne Fest zieht alle Landshuter in den Bann, so dass es auch zum Patrozinium in Hl. Blut kein Pfarrfest gab.

Im August konnte das Zeltlager stattfinden. Die Pfarrjugend organisierte für die Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm und es gab einen stimmungsvollen Gottesdienst mit Pater Casimir, diesmal im Zelt, da es sehr stürmisch und regnerisch war.
Das Patrozinium in Berndorf wurde ebenfalls im August gefeiert und die kleine Kirche war gut gefüllt.

In den September fiel das Patrozinium im Bründl.
Es gab auch wieder einen der monatlichen Seniorentreffs im Pfarrheim als Weinfest.

Im Oktober wurde Erntedank gefeiert und von dem reichhaltig geschmückten Altar voll Obst und Gemüse durfte sich jeder etwas mit nach Hause nehmen. Das Kleinkindergottesdienstteam stellte sich vor und zog dann in den Obstgarten.

An Allerheiligen gab es vormittags um 11 Uhr einen Gottesdienst mit anschließender Gräbersegnung.
Der Totensonntag mit dem gemeinsamen Gottesdienst der kroatischen Gemeinde und Hl. Blut und dem anschließenden Totengedenken im Dünzlpark, war wegen der kroatischen Gemeinde und der Niederlegung von Rosen sehr berührend.
Der Missionsausschuss organisierte an Christkönig den Adventsbasar und es wurden viele Kränze, Plätzchen und andere Kostbarkeiten zu Gunsten der Missionsprojekte von Hl. Blut verkauft.
Dies war auch der Beginn des „Frauentragens“: eine schwangere Madonna zog von Familie zu Familie, begleitet von einer Reisetasche mit der kleinen Andacht, mit einem Reisetagebuch und war 1 Woche in Hl. Blut, dann in St. Martin, danach in Peter und Paul, zuletzt in St. Jodok und kam dann am Hl. Abend nach Hl. Blut zurück. Sehr berührende Einträge finden sich in Marias Tagebuch und ich finde, das sollten wir beibehalten. Im Advent öffnen wir unsere Herzen, sprich unsere Türen und beten und singen zusammen.
Anfang Dezember wurden Dorelies Thieke und Günther Stumpf nach dem Gottesdienst verabschiedet und wir durften uns für ihr jahrzehntelanges Ehrenamt, bei Günther 33 Jahre bedanken, mit kleinen Geschenken und unserer größten Hochachtung vor den Beiden.
Ebenfalls neu in diesem Jahr waren zwei Rorateämter im Dezember. Ein Projekt von Stefanie Heim mit den Chorkindern der Grundschule Hofberg. Eine Andacht mit Kerzenlicht im Altarraum, danach ein Frühstück in großer Runde und Begleitung zur Schule. Trotz früher Stunde kamen doch überraschend viele Besucher und auch 14 Kinder und wir wollen dies gerne beibehalten.
Das Kleinkindergottesdienstteam gestaltete an den vier Adventssonntagen wieder eine kleine Andacht im Pfarrgarten.
Kleinkindergerecht wurde die Weihnachtsgeschichte erzählt. Ebenso initiierten die Frauen die Adventstürchen und es fanden sehr schöne Begegnungen während der 24 Tage statt, mit Geschichten, Liedern, Glühwein und Plätzchen, vielen Lichtern, Feuerschalen und netten Gesprächen. Eine große Bereicherung für unser Pfarrei sind diese 4 engagierten Mütter.
An Heiligabend gab es ein Angebot für Familien mit Kleinkindern, einen Familiengottesdienst und die Christmette.
Hier möchte ich Evi Görgenhuber hervorheben, die mit einer Engelsgeduld die beiden Krippenspiele mit den Kindern der Grundschule Berg einstudiert und am Hl. Abend ihre wertvolle Zeit für die Kinder und unsere ganze Pfarrei zur Verfügung stellt. Evi Vergelt’s Gott dafür. Beide Male war die Kirche gut gefüllt.
Wer am Hl. Abend noch keine Gelegenheit fand in die Kirche zu kommen, konnte am 1. Weihnachtsfeiertag einen stimmungsvollen Festgottesdienst mitfeiern.

Es haben sich auch in diesem Jahr liebe Menschen auf die letzte Reise zu unserem Herrn aufgemacht. Am Jahresende wollen wir allen Verstorbenen gedenken und natürlich all den Verstorbenen der Pfarrei Hl. Blut. Wir beten dafür, dass sie Erlösung und ewige Ruhe bei Gott finden.
Es fehlen noch so viele Details, die Erwähnung finden sollten in einem Rückblick, dazu gehören die Musiker in unserer Pfarrei, angefangen vom Kirchenchor, der Gruppe Impuls, den Bläsern, dem Kinderchor, den Kantoren. Die musikalische Begleitung eines Gottesdienstes geht direkt ins Herz.
Wunderschön sind auch immer die Psalmengebete und das Projekt BBB (Bibel, Brezel, Bier) nach dem Herz-Jesu-Amt im Pfarrheim, bei dem uns Pater Casimir und wenn er keine Zeit hat, Dr. Baur den Bibeltext der kommenden Woche auslegt.
Zu diesem vielfältigen Angebot in unserer Pfarrei braucht man fleißige Helferinnen und Helfer, denen unser aufrichtiger Dank gebührt.
Angefangen vom Liturgieausschuss unter Leitung von Frau Barbara Töpfner von Schütz, dem Sozialausschuss mit Angelika Viehbeck, dem Missionsausschuss mit Joschi Kreuzinger als Motor, der Kirchenverwaltung mit Stefan Pöschl als Vorsitzenden und natürlich unserem Pfarrgemeinderat. Bei den verschiedenen Ausschüssen sind wieder viele fleißige Hände, die ich nicht einzeln erwähne.
Hervorheben möchte ich dieses Jahr, dass es immer sehr schön ist, wenn Prälat Mundigl unserem Gottesdienst beiwohnt und seine Hände ebenfalls segnend über unsere Gemeinde erhebt. Dazu braucht es aber auch Helfer, denn unsere Kirche ist nicht gerade rollstuhlgerecht. Vielen Dank hier an dieser Stelle den Männern, dass sie da sind, um den Prälat abzuholen und wieder gut nach Hause zu bringen.
Diese Vielfalt und Hilfsbereitschaft am Hofberg ist enorm und ich kann nur nochmals Danke sagen an dieser Stelle an Alle, die hier in unserer Gemeinde mithelfen.
Das ist für mich auch ein Motor, weiterzumachen, wenn es mir mal nicht so leichtfällt. Ich bekomme kein Nein, immer eine Zusage, wenn ich anfrage und das berührt und motiviert mich sehr.

Wir sind wie eine Familie in Hl. Blut die zusammenhält und sich gegenseitig unterstützt Sorge trägt für Kinder, für alte Menschen. Die Werte einer Familie, die nicht fehlen sollten, sind: bedingungslose Liebe, außerdem Respekt und Wertschätzung, Fairness, Mitgefühl, Verantwortungsbewusstsein, Dankbarkeit, Friedfertigkeit und Streben nach persönlicher Reife. Die Entwicklung dieser Werte braucht seine Zeit, wie eben sich auch eine Familie entwickelt. Die Eltern, hier in unserer Gemeinde die Älteren, fungieren als Vorbild und geben diese Werte den Kindern, hier den Jüngeren, mit auf dem Weg. So ist mir nicht bange um Hl. Blut, denn es gibt Nachwuchs. Aber wir nehmen gerne noch mehr Hilfe an. Ehrenamt macht Freude.
Ein Anliegen ist es mir auch, die gesamte Stadtkirche als Familie zu betrachten und in unseren Reifeprozess der Entwicklung miteinzubeziehen. Denn in diesen Zeiten, wo sich viele von der Kirche abwenden, kann es nur von Vorteil sein, auf eine große Pfarrfamilie zurückgreifen zu können. Wie in einer Familie mit vielen Tanten, Onkeln, Cousinen und Cousins mag man vielleicht nicht alle gleich gern, aber mit den vorher genannten Werten können wir zu einer größeren wertvollen Pfarrfamilie wachsen.

Für 2024 wünsche ich uns in Hl. Blut, natürlich auch der Stadtkirche, dass wir die Freude im Herzen, die uns Gottes Liebe schenkt, weitergeben können. Dass wir Angst in Mut und Hoffnungslosigkeit in Zuversicht verwandeln können. Der ganzen Welt wünschen wir, dass sich Hass in Liebe verwandelt. Dann ist Jesus mitten unter uns.
Ich wünsche im Namen des gesamten PGR, ein gesegnetes, gesundes Neues Jahr und alles Gute für sie und Ihre Familienangehörigen.