Salzdorf

Das alte Salzdorfer Kirchlein ist dem Gedächtnis der hl. Ottilia geweiht. Seine Anfänge stammen aus romanischer Zeit. In der Blütezeit der Landshuter Gotik um das Jahr 1480 wurde der Chor erweitert und der schöne mit Spitzbogenblenden verzierte Sattelturm angebaut. Er enthält zwei Glocken aus spätgotischer Zeit und ist wahrscheinlich schon beim Bau etwas "in Schieflage geraten".

Die Innenausstattung birgt einige schöne Stücke gotischer und barocker Herkunft. Das Bild der hl. Ottilia im Hochaltar ist aus Ton gefertigt.

Im Zusammenhang mit der Verehrung der Hl. Ottilia als Schutzpatronin bei Augen­krankheiten gab es noch im 19. Jahrhundert große Wallfahrten, vor allem zur "Salzdorfer Kirchweih" am 2. Sonntag im Oktober. Heute sind in der Regel nur noch drei jährliche Gottesdienste in Salzdorf: zum Felderumgang, zum Patrozinium und zur Kirchweih. Durch das Eisengitter ist es meist möglich, die Kirche offen zu halten.

Im übrigen gehört Salzdorf erst seit 1862 zur Pfarrei Hl. Blut.